Einladung zur Kandidaten-Aufstellungsversammlung des „Bündnis Leipzig“

Hiermit laden wir Sie ganz herzlich zur Aufstellung der Kandidatenliste zur Stadtratswahl des „Bündnis Leipzig“ am 26. Februar 2014 im Volkshaus Leipzig ein.

Stimm- und wahlberechtigt sind alle Teilnehmer*innen, die ihren Wohnsitz in der Stadt Leipzig haben, somit das passive und aktive Wahlrecht für die Stadtratswahl besitzen, und sich auf der ausliegenden Teilnehmerliste zum „Bündnis Leipzig“ bekennen.

Außerdem sind unsere Kandidatenlisten weiterhin offen für weitere Kandidat*innen. Falls Sie Interesse haben, dann melden Sie sich per Mail an buendnis.leipzig@gmail.com.

Hier die wichtigsten Informationen:

Datum: 26. Februar 2014
Beginn der Veranstaltung: 18:00
Ort: Volkshaus Leipzig (5.Etage) – Karl-Liebknecht-Str. 30

Die vorläufige Tagesordnung:

1. Begrüßung durch den Orga-Kreis und Eröffnung der Versammlung

2. Bestätigung des Schriftführers / der Schriftführerin

3. Beschluss über Wahl- und Geschäftsordnung

4. Wahl der Versammlungsämter

a. Versammlungsleitung
b. Mandatsprüfungs- und Zählkommission

5. Beschluss der Tagesordnung

6. Verabschieden des Eckpunkteprogramms zur Kommunalwahl

7. Aufstellung der Kandidateninnen und Kandidaten

8. Vorstellung und Befragung der Kandidateninnen und Kandidaten

a. Wahlkreis 0 – Wahlkreis 9

9. Wahl der Kandidateninnen und Kandidaten für den Stadtrat Leipzig

a. Wahlkreis 0 – Wahlkreis 9

10. Verschiedenes

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und das Zusammenstellen einer Kandidatenliste mit Ihnen!

Im Namen des Organisationsteam
Frederik Grüneberg

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Einladung zum nächsten Treffen des „Bündnis Leipzig“


Liebe Leipziger*innen

Hiermit laden wir sie herzlich zu dem zweiten Treffen des Bündnis Leipzigs ein!

Mittwoch, den 12.02.2014, 19:00 Uhr
im Café des Haus der Demokratie – Bernhard-Göring-Str. 152

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Kommen und Eure Ideen für unser „Bündnis“-Programm und für den anstehenden Kommunalwahlkampf.

Die vorläufige Tagesordnung:

1)      Begrüßung

2)      Inforunde

3)      Programm gestalten

4)      Rahmenbedingungen Kommunalwahl

5)      Termine / Verschiedenes

6)      Abschluss

Noch zwei Hinweise:

1. Wir treffen unsere Entscheidung basisdemokratisch.  Basisdemokratisch bedeute, dass alle Entscheidungen in dem Rahmen einer solchen Versammlung getroffen werden.  Jede/r Teilnehmer*in der Versammlung ist stimmberechtigt.

2. Wir werben für wertschätzende Toleranz und offenes Miteinander.
Wir behalten uns deswegen das Hausrecht vor, auch Menschen, die den Fortlauf unserer Versammlung gröblich stören (nach § 11 Abs. 1 Versammlungs-Gesetz), von der Versammlung auszuschließen. Wer von der Versammlung ausgeschlossen wird, hat sie sofort zu verlassen.

Mit freundlichen Grüßen
im Namen des Vorbereitungskreises
Frederik Grüneberg

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Politikwechsel für Leipzig – „Bündnis Leipzig“ offiziell neu gegründet!

Liebe Leipziger*innen

Am Mittwochabend kamen anfänglich 70 Personen zusammen, um sich informieren, ihre Bereitschaft zur Unterstützung und/oder Kandidatur zu verkünden und an basisdemokratischer Entscheidungsfindung teilhaben zu können. Nach einer gewissen Fluktuation blieben aber noch knapp 50 Bürger*innen zu der formellen Organisation des Bündnisses zusammen und es fand ein alles in allem konstruktives Gespräch über die Ausrichtung und über einen Minimalkonsens („Verhaltenskodex“) statt. Da auch viele Vertreter bestehender Parteien und Initiativen vor Ort waren, kam es aber auch zu Werbungen für die Listen anderer Parteien, die aber von der Mehrheit der anwesenden abgelehnt wurde. Es wurde der klare Wunsch geäußert eine neue lokale „Plattform“ zu gründen.

Daher ist das „Bündnis Leipzig“ nun offiziell neu gegründet. Es hat damit das Ziel bei den Stadtratswahlen am 25. Mai 2014 das Ziel mit eigenen Kandidaten anzutreten. Kandidaten haben sich auch schon einige gefunden. Wir rufen aber Sie, liebe Bürger*innen, noch weiter dazu auf, sich unseren „Bündnis“ anzuschließen. Über eine mögliche Kooperation bei der Aufstellung einer gemeinsamen Liste mit der „Piratenpartei“, mit der Wählervereinigung Leipzig (WVL) und dem „Neuen Forum“ werden aber Gespräche von unserer Seite geführt werden!

Das „Bündnis Leipzig“ wird sich am 12. Februar 2014 um 19:00 zu einer inhaltlichen Aufstellung des Bündnisses treffen. Der Ort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben!

Im Namen des Organisationskreis

Frederik Grüneberg

Zum Vormerken:

Falls eine eigene oder gemeinsame Kandidatenaufstellung stattfinden muss, dann wird sie am 26. Februar 2014 stattfinden. Über die genaue Uhrzeit und den Ort werden wir Sie auch rechtzeitig informieren!

Zum Anschauen:

Unser Verhaltenskodex:

1)    Wir werben für wertschätzende Toleranz und offenes Miteinander.

Wir behalten uns deswegen das Hausrecht vor, auch Menschen, die den Fortlauf unserer Versammlung gröblich stören (nach § 11 Abs. 1 Versammlungs-Gesetz), zum Verlassen des Raumes aufzufordern.

2)    Wir treffen unsere Entscheidung basisdemokratisch. Basisdemokratisch bedeute, dass alle Entscheidungen in dem Rahmen einer solchen Versammlung getroffen werden!

3)    Uns ist die Gleichstellung von allen Menschen unabhängig ihres biologischen Geschlechts oder ihrer männlichen oder weiblichen Sozialisation wichtig. Deshalb führen wir möglichst quotierte Listen. Bei Veröffentlichungen achten wir auf eine geschlechtersensible Sprache („gendern“).

4) Bürgerbeteiligung stärken und Bürgerwillen ernst nehmen!

1. Uns ist Basisdemokratie besonders wichtig, deshalb wollen wir, Mechanismen der offenen  Beteiligung aller Bürger*innen konsequent nutzen. Als ein Instrument benennen wir die Methode des „Liquid Democracy“ (Adhoc-Demokratie / eine Form dauerhafter Beteiligungs- und Entscheidungsmöglichkeit aller Bürger*innen). => https://adhocracy.de/

2. Die gewählten Mandatsträger sind dem Bürgerwillen über die gesamte Legislaturperiode hinweg verpflichtet

3. Den von uns basisdemokratischen gewählten Vertreter des Bündnisses kann das Vertrauen entzogen werden!

 

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Einladung / Tagesordnung Mittwoch

Einladung zur Bildung einer neuen kommunalpolitischen basisdemokratischen Plattform:

Mittwoch, den 29.01.2014, 19:00 Uhr im Saal des Volkshauses / Karl-Liebknecht-Str. 30-32 (5.Etage)

Wir werben für wertschätzende Toleranz und offenes Miteinander. Unter anderem aus diesem Grund behalten wir uns vor, Veranstaltungsbesucher*innen menschenverachtender Gesinnung oder solche, die der „rechten Szene“ zuzuordnen sind, von der Veranstaltung auszuschließen (nach §6, Absatz 1, Versammlungs-Gesetz (VersG)). Außerdem behalten wir uns das Hausrecht vor, auch Menschen, die den Fortlauf der Versammlung „gröblich stören“ (nach §11, Absatz 1 VersG), zum Verlassen des Raumes aufzufordern.

Tagesordnung:

1.      Begrüßung / Wahl einer Versammlungsleitung und Bestimmung eines Protokollanten

2.      Ziele des Bündnisses

3.      Besprechen und Abstimmung eines Verhaltenskodex

4.      Namensgebung des Bündnis:

a.       Vorschläge

i.       „Bündnis Leipzig“ (BL) [Bisheriger Arbeitstitel]
ii.      „Demokratiebündnis Leipzig“ (DBL)
iii.      „Basisdemokratische Liste“ (BDL)

b.      Weitere Sammlung

c.       Abstimmung

5.      Inhaltliche Aufstellung des Bündnisses

6.      Allgemeine Organisation:

a.       Unterstützer
b.      Kandidaten
c.       Organisation-Kreis

7.      Weiteres Vorgehen besprechen

a.       Termine:

i.      Kandidatenaufstellung
ii.      Unterschriftensammlung

b.      Finanzielles

8.      Verschiedenes

9.      Abschluss

Mit freundlichen Grüßen
im Namen des Vorbereitungskreises
Frederik Grüneberg

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„Empört Euch – Aufruf zur Bildung einer neuen Kraft in Leipzig“

Veränderte Mehrheiten im Leipziger Stadtparlament überfällig!

Aufruf zur Bildung einer neuen kommunalpolitischen basisdemokratischen Plattform: Mittwoch, den 29.01.2014, 19:00 Uhr im Saal des Volkshauses (5.Etage),
Karl-Liebknecht-Straße 30.

Mit Empörung und Enttäuschung reagierten zahlreiche BürgerInnen auf die Ablehnung des Bürgerentscheids durch den Leipziger Stadtrat. Die bequeme Art, dem juristisch unausgewogenen Verwaltungsstandpunkt zuzustimmen, zeugt von fehlendem Gestaltungswillen und lässt den Respekt vor der berechtigten Sorge der LeipzigerInnen um ihr kommunales Eigentum vermissen. Den Willen von 26.000 UnterzeichnerInnen des Bürgerbegehrens Privatisierungsbremse zu ignorieren, werten wir als weiteren undemokratischen Anschlag auf die politische Kultur und auf das Ansehen unserer Stadt. Der Ausverkauf des Leipziger „Tafelsilbers“ soll auch nach der trickreichen Veräußerung von HL Komm und Perdata und trotz diverser Lippenbekenntnisse des Oberbürgermeisters weitergehen wie bisher.
Seit Jahren ist die Veräußerung des Wassergutes Canitz einschließlich seiner Bewirtschaftungsflächen immer mal wieder im Gespräch. Unser durch eine Bürgerstiftung vor dem Verfall gerettetes Stadtbad soll unter Preis verkauft werden. Auch vor dem unrechtmäßigen Verkauf von Grundstücken fremder Eigentümer („herrenlose Häuser“) machte die Stadtverwaltung in der Vergangenheit nicht halt. Stadtratsbeschlüsse werden verschleppt oder ignoriert, Einzel- oder Lobbyinteressen vor Gemeinwohl gestellt. Die von der Verwaltung gesteuerten Bürgerbeteiligungsverfahren werden von großen Teilen der Bürgerschaft nur als Alibifunktion wahrgenommen.

Leipzigs Stadtverwaltung agiert seit mehr als zwei Jahrzehnten losgelöst von einer funktionierenden parlamentarischen Kontrolle. Dieser unhaltbare Zustand muss ein Ende haben! Wir haben genug vom Geklüngel der etablierten Parteien!
Es wird Zeit für Transparenz und echte Demokratie jenseits von Parteidoktrinen, Fraktionszwängen, Vorteilswirtschaft und Verwaltungsfilz!
Deshalb rufen wir auf: Engagiert Euch! Lasst uns nicht ohnmächtig zusehen wie die Interessen der BürgerInnen im Stadtrat missachtet werden!
Lasst uns gemeinsam mit einer eigenen Liste und eigenen Inhalten zur Kommunalwahl antreten!

Wir stehen u.a. für:
• Direkte Demokratie, Bürgerbeteiligung und Transparenz
• Verantwortung und Solidarität für alle BürgerInnen der Stadt
• Keine Privatisierung öffentlichen Eigentums
• Alternative Lösungen für die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs
• Nachhaltige und bürgernahe Stadtentwicklung ohne Verdrängung von Mensch und Natur

Im Namen der ErstunterzeichnerInnen

Dirk Feiertag
Maren Müller
Sandra Schenck
Frederik Grüneberg
Prof. Dr. Sabine Winkelmann
Gabriele Smole
Wolfang E. A. Stoiber
Kathrin Rösler
Gabriele Sammer
Rainer Kühn

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Jobcenter kündigt Eingliederungsvereinbarungen wegen neuer Weisung

Das Jobcenter Leipzig verschickt zur Zeit reihenweise als “Kündigung der Eingliederungsvereinbarung” bezeichnete Schreiben. In diesen wird auf Grund neuer “Ermessenslenkenden Weisungen des Jobcenters Leipzig” die zuvor zwischen den Hilfeempfängern und dem Jobcenter Leipzig geschlossene Eingliederungsvereinbarung “gekündigt” und den Hilfeempfängern eine neue Eingliederungsvereinbarung zur Unterschrift vorgelegt.Dieses Vorgehen ist rechtswidrig. Das Jobcenter verkennt rechtsfehlerhaft, dass Eingliederungsvereinbarungen einseitig normalerweise nicht kündbar sind. Eingliederungsvereinbarung sind vergleichbar mit (öffentlich rechtlichen) Verträgen. Wird in den Vereinbarungen eine Geltungsdauer vereinbart, ist eine reguläre vor Ablauf der Geltungsdauer erfolgte Kündigung regelmäßig nicht möglich.

Wieder einmal zeigt sich, dass viele Mitarbeiter des Jobcenter Leipzig das Institut der Eingliederungsvereinbarung nicht richtig verstanden haben. Denn die Vereinbarung soll tatsächlich eine frei zwischen dem Jobcenter und dem Hilfeempfänger ausgehandelte Vereinbarung sein und nicht wie es regelmäßig der Fall ist einseitig von dem Jobcenter diktiert werden.

Ich rate allen Betroffenen die neuen Vereinbarungen nicht zu unterzeichnen und statt dessen gegen die dann folgenden Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakte Widerspruch einzulegen.

Das Jobcenter haben wir zudem aufgefordert die neuen “ermessenslenkenden Weisungen” zu veröffentlichen. Ein Rechtsanspruch darauf gibt das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) des Bundes. Wir dürfen gespannt sein, ob das Jobcenter diese Weisungen freiwillig veröffentlichen wird oder es hierzu wieder eines gerichtlichen Verfahrens bedarf.

Dirk Feiertag

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Der SPIEGEL und die BA

„Da werden erwachsene Menschen angebrüllt, weil ihr Team 0,2 Prozent unter dem Zielwert war.“

Damit hat der – zuweilen sehr – selbstverliebte SPIEGEL nicht wirklich gerechnet: Ende Juni warf das Magazin einen längeren Artikel auf den Markt, mit dem man nichts geringeres versuchen wollte als eine Art Reanimation des „Vermittlungsskandals“, der 2002 dann zu der Einsetzung der „Hartz-Kommission“ geführt hatte: »Die Arbeitsagenturen gelten als durchgetrimmte Vorzeigebehörden. Doch ein vertraulicher Rechnungshofbericht deckt auf: Sie lassen ausgerechnet die Kunden im Stich, für die sie da sein sollten, und manipulieren die Statistik«, so hieß es in dem Beitrag „Mit allen Mitteln“. Ein paar Diskussionen – und sonst passierte nicht viel. Kurze Zeit später moserte das Blatt in dem allerdings richtig gut überschriebenen Beitrag „Wir spielen Unternehmen“: »Erst der Rechnungshof, jetzt die Innenrevision: Wieder bekommen die Arbeitsagenturen ein mieses Zeugnis. Mit dem Umdenken tut sich der Vorstand schwer, allen Versprechen zum Trotz« . Aus diesem Artikel stammt auch das Zitat, das diesem Beitrag vorangestellt ist. Und wieder keine große Resonanz.

In der morgen erscheinenden Ausgabe kann das Nachrichtenmagazin wenigstens etwas aus dem Innenleben der großen Maschine nachlegen: „Personalräte attackieren BA-Chef Weise“:

»Nach dem Skandal um umstrittene Vermittlungsstatistiken werfen Personalräte der Arbeitsagenturen dem Chef Frank-Jürgen Weise und seinem Vorstand „Ignoranz“ und „Realitätsverlust“ vor. In verschiedenen Schreiben kritisieren sie, dass die Bundesagentur für Arbeit „mehr und mehr zu einer seelenlosen Zahlenmaschine mutiert“, so als ob „wir eine Produktionsstätte von Automobilen wären und nicht eine Einrichtung der Sozialversicherung Deutschlands“. Außerdem kritisieren sie die Untätigkeit des Vorstands. Dass das Steuerungssystem ineffektiv sei und zu den Manipulationsvorwürfen geführt habe, sei von ihnen schon vor Jahren angesprochen worden. Seither seien „fünf Jahre ohne Lösung vergangen“. Die Personalräte bezichtigen Weise sogar, gezielt Denunziantentum zu fördern. So fließe in die Bewertung von Mitarbeitern ein, wie sie die Arbeit von Kollegen beurteilten. Zudem habe sich die Arbeitsmenge bis an die „physischen und psychischen Grenzen“ verdichtet.«

Dem ist leider nicht viel hinzuzufügen.

Quelle: Aktuelle Sozialpolitik – Das sozialpolitische Informationsportal

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Bürgerbegehren geht in die Endrunde

Es geht voran: Bürgerbegehren, Global Space Odyssey und Régates de Baquet
von Mike Nagler

Allein an diesem Wochenende sind weit über 1300 weitere Unterschriften für’s Bürgerbegehren dazugekommen. Unter anderem auf der Global Space Odyssey und beim Régates de Baquet haben wir gestern und heute den Großteil davon gesammelt. Damit rücken wir dem Ziel der zu erreichenden 25.000 Unterschriften für den Erfolg unseres Bürgerbegehrens für eine Privatisierungsbremse wieder ein Stück näher. Es fehlt nicht mehr viel: Wenn ihr noch nicht unterschrieben habt, das Bürgerbegehren aber unterstützen möchtet, könnt ihr das an den Sammelstellen in der Stadt, an einem der Stände oder einfach direkt selbst zu Hause tun, indem ihr die Liste ausdruckt und euch eintragt. Auf jeder Liste ist Platz für 10 Unterschriften. Die Liste muss dann zurück ins Büro der Initiative: Initiative Bürgerbegehren, c/o Mehr Demokratie e.V., Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig.

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Mitarbeiter der Jobcenter: Zielen Sie nicht auf Ihre Mitmenschen!

Der Autor des bei der Bildstein-Edition erschienen Plädoyers für Gerechtigkeit (2013), Lutz Hausstein wendet sich mit einem Appell an die Jobcenter-Mitarbeiter:

Mit der nunmehr zehnjährigen Geschichte der unsäglichen Hartz-IV-Gesetze in Deutschland hat die Vergesellschaftung der politisch-bürokratisch initiierten Stigmatisierung ihren Lauf genommen. So stolz auch alle Bundesregierungen seit Gerhard Schröder die Hartz-Gesetze präsentiert haben, so sehr hat die Industrialisierung der Armut vielerorts Leid geschaffen, Ausgrenzung produziert und die Menschen unter erheblichen Druck gesetzt, der für eine Vielzahl von ihnen weder psychisch noch physisch erträglich ist.

Inzwischen werden Menschen, die sich wie die Mitarbeiterin des Hamburger Jobcenters, Inge Hannemann, in legitimer, dem demokratischen Meinungsbildungsprinzip entsprechender, Weise gegen dieses staatlich organisierte System der Angst wenden, durch Politiker wie auch Behörden öffentlich an den Pranger gestellt. Politische, aber auch zivilgesellschaftliche Forderungen nach einem Ende dieser Repressionsmaßnahmen gegen „Arbeitsunwillige“, „notorische Faulenzer“ oder „Leistungsverweigerer“ werden inzwischen völlig ignoriert.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter,

beenden Sie diese Tragödie durch Ihre Menschlichkeit!

Greifen Sie aktiv ein, indem sie Ihre Ermessensspielräume nutzen. Sanktionieren Sie nicht weiter, ordnen Sie keine Zwangsumzüge mehr an, die ganze Familien aus ihrem sozialen Umfeld und Kinder von geliebten Freunden wegreißen. Gerade diese Sanktionspolitik ist es, die Menschen an die Grenze ihrer Existenz treibt und eine nicht zu rechtfertigende Spirale der psychischen Gewalt in Gang setzt, welche zuletzt immer häufiger beiderseits in physische Gewalt umschlägt.

Sie können vieles, was das Leben der Menschen in diesem Sozialsystem erschwert und belastet, durch einfache Instrumente und vor allem mit Menschlichkeit verhindern. Versetzen Sie sich vor solchen Entscheidungen in die Lage der Menschen, denen Sie plötzlich die Grundlage ihrer Existenz entziehen.

Wie würden Sie empfinden, wenn Sie „auf Befehl“ Ihre Wohnung verlassen, Ihre Kinder umschulen müssten oder Freunde und Nachbarn verlieren würden? Geschweige denn, man würde Ihnen die Miete, das Geld zum Leben oder gar die Krankenkassenmitgliedschaft entziehen? Würden Sie das nicht als Demütigung, Peinigung und als Bedrohung für sich und die Schutzbedürftigen Ihrer Familie verstehen?

Könnten Sie so noch das notwendige Selbstbewusstsein ausstrahlen, sich zu bewerben und die Kraft und Motivation aufbringen, die Sie für den Job benötigen, der Ihre Familie ernähren soll?

Hartz IV treibt durch seinen enorm hohen Druck die Menschen nicht nur noch weiter in die Armut und Verschuldung, sondern es führt immer häufiger zu schweren Depressionen, großer Angst und seelischen Hemmschwellen im Umgang mit dem beruflichen und persönlichen Umfeld. Es unterminiert und erodiert – statt zu fördern.

Nicht zuletzt führt diese Art der, an extreme Bedingungen gebundenen, Sozialpolitik bei gleichzeitigem Versagen des Staates in der politischen Verantwortung uns alle in die Irre. Als wären wir selbst schuld an unserer Situation, schieben wir uns gegenseitig die Schuld in die Schuhe, anstatt darauf zurückzugreifen, über was wir alle ganz einfach so verfügen können – Menschlichkeit und Empathie, dort wo Politik und Ämter immer mehr versagen.

Sie haben die faktische Verwaltungsmacht über die soziale Zufriedenheit großer Bevölkerungsteile – und damit auch über Ihre eigene Zufriedenheit, Menschen helfen zu können, statt ihnen zu schaden.

Nur Menschlichkeit allein kann dazu führen, unser aller Selbstbewusstsein zu stärken und wieder an eine Zukunft zu denken, in der wir nicht unter sozialem Druck unsere eigene Freiheit und individuelle Souveränität verlieren.

Nehmen Sie sich die Freiheit und den Mut, Hartz IV als das zu verstehen und anzuwenden, was es eigentlich sein soll – eine soziale Gesetzgebung, die jedem Mitbürger in der vorübergehenden oder anhaltenden Not als Schutz und Hilfe zur Verfügung steht.

Lutz Hausstein
Wirtschaftswissenschaftler und Publizist

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Privatisierungsbremse

Bürgerbegehren – Sammlertreff am Dienstag 19 Uhr im Volkshaus – Jede Hilfe willkommen!

Am vergangenen Wochenende haben wir auf verschiedenen Festen in der Stadt Unterschriften fürs Bürgerbegehren gesammelt. Wir haben derzeit etwas über 7000 Unterschriften und haben uns vorgenommen bis Ende Mai die notwendigen 25.000 Unterschriften gesammelt zu haben. Dafür sind wir jetzt jeden Tag in der Stadt unterwegs und sammeln, aber das reicht noch nicht. Wenn das Begehren erfolgreich sein soll, dann brauchen wir Eure Unterstützung. Bitte helft mit und sammelt in eurem Bekanntenkreis und unterstützt uns mit Ständen in der Stadt. Am morgigen Dienstag Abend haben wir dafür nochmal ein Sammlertreffen angesetzt und hoffen dass du dazu kommst!

Dienstag, 07.05.2013, 19 Uhr, Unterstützer- & Sammlertreffen fürs Bürgerbegehren, Volkshaus Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße 30-32, 4.Stock im Zimmer 4.19.

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