Water makes money

Initiative zeigt Film über die Auswirkungen von Privatisierungen: Water makes money

Anlässlich des Prozessbeginns gegen „Water makes money“ am 14. Februar 2013 in Paris führen die Initiative Bürgerbegehren „Privatisierungsbremse“ und die Leipziger Gruppe „Viva con Agua“ den Film in Leipzig auf. Der französische Infrastruktur-Konzern Veolia hat gegen Vertrieb und Protagonisten des Films in Frankreich geklagt, weil er sich in einen Zusammenhang mit Korruption gebracht sieht.

Auch wenn Veolia – übrigens einer der Bewerber um die Stadtwerke-Anteile beim geplanten Verkauf in Leipzig 2008 – in Deutschland keinen Prozess gegen die Filmemacher angestrebt hat (um nach eigenen Angaben die Reputation des Konzerns nicht weiter zu beschädigen), scheint der Film über die Privatisierung der Wasserversorgung in verschiedenen Ländern einen empfindlichen Nerv getroffen zu haben. Der „global player“ Veolia kennt keinen Respekt vor Meinungs- und Informationsfreiheit, wenn es um seine Profitinteressen geht.

Das APRIL-Netzwerk und die Initiative Bürgerbegehren unterstützen die Position von Oberbürgermeister Jung, dass das Wassergut Canitz und seine Bewirtschaftungsflächen nicht verkauft werden sollen. Dies ist im Einklang mit zahlreichen Stimmen aus der Bevölkerung die das Bürgerbegehren für eine Privatisierungsbremse unterstützen. Allerdings kann noch keine Entwarnung gegeben werden, solange kein Beschluss des Stadtrates gegen den Verkauf vorliegt. Außerdem greift eine rein betriebswirtschaftliche Betrachtung zu kurz.

Wie wichtig vielen Bürgerinnen und Bürgern eine gemeinwohlorientierte Wasserversorgung in öffentlicher Hand als Bestandteil der Daseinsvorsorge ist, zeigen u.a. auch die Reaktionen auf die Pläne der EU-Kommission, die Wasservorsorge zu liberalisieren. Die Bürgerinnen und Bürger in Leipzig, Deutschland und darüber hinaus lehnen dies ab. In diesem Zusammenhang weist das APRIL-Netzwerk auf die EU-weite Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht“ hin, die bereits fast eine Million Unterzeichner gefunden hat und die wir unterstützen.

Die Aufführungen des Dokumentarfilms „Water makes money“ (D, 2010) finden in der Cinematheque in der naTo am Montag, 11. Februar, um 17 Uhr sowie am Donnerstag, 14. Februar, um 20 Uhr im „HanDstand und moral“ (Merseburger Straße 88), statt, letztere unter Regie der Leipziger Gruppe des Vereins „Viva con Agua“.

Europäische Bürgerinitiative
Leipziger Bürgerbegehren für eine Privatisierungsbremse

Quelle: L-IZ

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